KONFERENZEN

Hamburg

22.-24. November 2013 | Kick Off Konferenz

 

Grusswort

Liebe Konferenzteilnehmer, Partner, Förderer und Freunde der Straßenkünste,

 

High Quality Street Art, kurz HiStArt, ist ein Projekt vier europäischer Partner, die sich schon seit Jahren mit Straßentheater-, Karnevalsparaden und deren künstlerischer Ausrichtung beschäftigen. Partner sind die Organisationen LCADT in Luton/London (England), das KIA in Aalborg (Dänemark), das Festival Szarnyas Sarkany in Nyirbator, (Ungarn) und das HausDrei in Hamburg (Deutschland).

Das über zwei Jahre laufende Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, neue Standards in dem Bereich Straßentheaterparaden zu setzen. Jeder Partner wird Masterklassen ausrichten, in denen sich verschiedenste Künstler mit den vielfältigen Themenbereichen von Paraden auseinandersetzen. Zugleich ist der Austausch von Künstlern aller vier Organisationen vorgesehen, um die unterschiedlichen Ausrichtungen und Traditionen kennenzulernen und an den jeweiligen Paraden teilzunehmen.
Ein wichtiger Teilbereich des HiStArt Projekts ist die künstlerische Weiterbildung in Schulen und sozialen Institutionen, sowie die Einbindung von lokal ansässigen Künstlern und kreativen Einrichtungen.

 

Jeder Partner wird eine, im halbjährlichen Rhythmus stattfindende Konferenz für Künstler und Organisatoren abhalten, bei der in einer offenen Runde die Möglichkeiten der künstlerischen Weiterentwicklung von Paraden diskutiert und Zielsetzungen festgelegt werden. Die vorhandenen Netzwerke sollen ausgebaut werden, sodass eine Vielzahl von Akteuren von diesem Projekt profitieren kann.

Das HausDrei, Initiator des HiStArt Projekts und des STAMP Festivals in Hamburg, macht mit der Ausrichtung der ersten KickOff Konferenz den Anfang.

 

Die Einrichtung steht für Kultur und Kommunikation in Hamburg Altona. Mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen im Stadtteil nachhaltig zu verbessern, gründete sich der Verein 1982. Das HausDrei versteht sich als Anlaufpunkt und kommunikative Schnittstelle im Stadtteil und fördert dessen Vernetzung. Als soziokulturelles Zentrum und Ort der Kommunikation, lokaler Veranstalter, Träger der freien Jugendhilfe und Ausgangspunkt kultureller Aktivitäten bereichert das HausDrei das kulturelle Leben über die Nachbarschaft hinaus.

 

Als künstlerischer Leiter des HiStArt Projekts wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre der Dokumentation.

 

Herzliche Grüße
Tom Lanzki

 

 

Konferenz

Vom 22.-24.11.2013 initiierte das HausDrei die KickOff Konferenz des HiStArt Projektes in Hamburg. Da sich das HausDrei derzeit im Umbau befand, lud es stattdessen in die Räume der Louise Schroeder Schule ein. Aufeinander trafen an den drei Konferenztagen zahlreiche Multiplikatoren, Künstler und Partner aus Deutschland, Dänemark, England, Ungarn, Russland, Irland und Frankreich um sich konzeptionell und praktisch eingehend über die Weiterentwicklung von Straßenkünsten auszutauschen.

 

In zahlreichen Vorträgen stellten Partner und Künstler ihre Institutionen und Arbeiten vor. Arbeitsgruppen und Gesprächskreise boten Raum für Diskussionen und Gespräche über Themen wie die Illumination von Paraden, Kostümen und Festwagen, verschiedene Materialfragen oder die Integration von pädagogischen Einrichtungen.


Wie können sich die HiStArt Partner besser verknüpfen? Welche Struktur kann die Kooperation annehmen? Welche Inhalte sind für Masterclasses relevant? Wie wichtig ist die Integration von Bildungseinrichtungen?

 

Die KickOff Konferenz setzte sich sowohl mit inhaltlichen als auch strukturellen Fragen zum HiStArt Projektes auseinander und legte damit einen Grundstein für die als Ziel formulierte qualitative Weiterentwicklung der Straßenkünste.

 

 

PARTNER

Neben dem HausDrei bilden drei internationale Partner die Basis des HiStArt Projekts. Auf der  Konferenz in Hamburg stellten die Vertreter der Partnerinstitutionen ihre Herkunft und ihre Arbeiten dem Plenum anhand von Video- und Fotoimpressionen vor.

 

Aus Aalborg war Sjaja Haddadi angereist, die den dänischen Partner Aalborg Karneval vorstellt. Die Organisation besteht bereits seit 31 Jahren. Während sie mit einer kleinen Gruppe als Basis begonnen hat, konnte sie sich mit den Jahren weiterentwickeln und professionalisieren. Mittlerweile hat  die Organisation vier feste Mitarbeiter und viele freiwillige Helfer. Der Karneval in Aalborg setzt sich aus verschiedenen Veranstaltungen zusammen. Der Kinderkarneval findet sowohl im lokalen Stadtpark als auch auf den Straßen der Stadt statt. Er inspiriert Besucher jeden Alters mit Konzerten und kreativen Aktionen. Anschließend veranstaltet die Organisation einen Wettbewerb für Karnevalsgruppen. Unbekannte lokale Künstlergruppen haben die Möglichkeit ihre Arbeit zu präsentieren und sich für den Aalborg Karneval zu qualifizieren. Willkommen sind dabei sämtliche Formen und Facetten verschiedener Karnevalstraditionen. In der Woche darauf findet der Kern des Karnevals, die Parade, statt. 30.000 verkleidete Menschen haben im vergangenen Jahr an der Parade teilgenommen. Musik, Workshops und andere Aktionen regten die Menschen weiterhin zur aktiven Teilnahme an.

 

György Dosza präsentierte die Foundation Nyirbatorert Alapitvany als ungarischer Partner. Die Stadt Nyirbator liegt 200km von Budapest entfernt und ist 14.000 Einwohner stark. Das kleine Festival Szárnyas Sárkány ist nach dem fliegenden Drachen, einer ungarischen Legende, benannt, und findet einmal im Jahr in den Straßen Nyirbators statt. Die Veranstaltungen des Festivals verteilen sich auf sechs bis acht verschiedene Orte innerhalb des Festivalgeländes, das sich zwischen zwei Kirchen erstreckt. Auf einem kleinen See ist eine Bühne installiert. Der zeitliche Rahmen des Festivals umfasst jeweils drei Tage, doch bereits eine Woche zuvor beginnt sich die Stadt mit internationalen Künstlern, beispielsweise aus Neuseeland, Brasilien und China, zu füllen. Sobald das Festival mit der Parade eröffnet wird, erwarten den Besucher eine Vielzahl an Bands und Orchestern, Theaterstücke in eigens angefertigten Holzhütten, Performances, Volkstänze, Konferenzen, Getränke und Essen für das leibliche Wohl. Die Hälfte des Programmes ist dabei speziell für Kinder ausgelegt, wird aber auch gerne von Erwachsenen besucht. Ein besonderes Merkmal des Festivals ist die gute, familiäre Atmosphäre.

 

Pax Nindi, der ursprünglich aus Zimbabwe stammt, stellt das Luton Carnival Arts Development Trust (LCADT) als englischer Partner vor. Kultur verändert sich stetig und ebenso ist das LCADT ständig in Bewegung. Pax Nindi zeigte sich glücklich über den Austausch von Wissen mit den Partnern in den vergangenen Jahren. Der Austausch spielt eine zentrale Rolle beim LCDAT. Neben dem Carnival Streets Festival und dem Luton International Festival, finden Masterclasses, Workshops, Summerschools und weitere Programme statt, die den nationalen und internationalen künstlerischen Austausch ermöglichen. Nindi betonte, dass der LCADT im kommenden Jahr ein Street Arts Centre bekommen wird; ein Gebäude in dem Veranstaltungen, Planung und Austausch zusammenlaufen.

 

 

Künstler

Eine zentrale Rolle bei der HiStArt KickOff Konferenz spielten die vielseitigen Präsentationen der angereisten Künstler. Neben einem rollenden Schwan, einem rustikalen Festwagen, aufwendiger Maskenkunst und spannenden Berichten zu künstlerischen Konzepten, Prozessen und Visionen, wurde eine Vielzahl beeindruckender Fotos und Filmclips gezeigt.

 

1. Charles Beauchamp stellte als künstlerischer Co-Direktor die Londoner Einrichtung Mandinga Arts vor. Sie kreiert Kostüme, Masken, Kopfschmuck und arbeitet sowohl an der künstlerischen als auch technischen Umsetzung von Karnevalswagen. Insbesondere das Thema Illumination ist für Mandinga Arts von Bedeutung, da die meisten ihrer Paraden nachts stattfinden. Mandinga Arts leistet außerdem durch Workshops Vermittlungsarbeit der Paradenkunst. Die Integration von Schulen in die künstlerische Arbeit bewertete Beauchamp als eine Herausforderung zur Förderung und Nutzung von Talenten und kreativen Ideen.

 

2. Aufregende Geschichten erzählen ohne Sprache? Die Australierin Clair Howell inszeniert mit ihrem Theater Titanick aus Münster im wahrsten Sinne bewegende Produktionen. Die Company präsentiert ihre Stücke im Paradenstil entlang einer Route. Spezialeffekte, pompöse Kostüme, Stunts, Humor, Musik und Interaktion mit dem Publikum spielen dabei eine große Rolle. Da die technische Planung und Konstruktion essentiell für die Vorbereitung der Produktionen sind, werden beim Theater Titanick auch die Techniker in die kreative Entwicklung und Gestaltung miteinbezogen.

 

3. Das russische Theater Mr Pejo's Wandering Dolls beschäftigt sich mit leiseren Tönen. Anna Skotnikova, die Theaterleiterin, lässt märchenhafte Phantasiewesen entstehen. Für die traditionsbewusste Russin stehen die Individuen hinter den Masken im Zentrum. Bei Mr Pejo's Wandering Dolls wird mit Masken aus eigener Produktion gearbeitet, die von lustig über skurril bis zu morbide reichen. Besonderen Wert legt das Theater auf die Performances im Rahmen von Karnevalsprojekten und Straßenparaden, die eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Skotnikova betonte in ihrer Präsentation, dass sie die Menschen mit ihrer Kunst erreichen will: „Eine gute Parade bringt die Menschen erst zum Lachen und rührt sie dann zu Tränen.“

 

4. Pax Nindi, künstlerischer Leiter der HiStArt-Partnerorganisation LCADT in Luton (England) stellt in seiner Präsentation die Bedeutung von Anarchie im Karneval und in Strassenkünsten heraus, die in der Geschichte des Karnevals seit jeher eine wesentliche Rolle spielt. Durch das weit verbreitete Verständnis von Anarchie als gesellschaftsfeindliches Phänomen, ist Nindi in seiner künstlerischen Arbeit regelmäßig mit Unsicherheiten und Widerständen von Seiten der Behörden, Politiker und Sponsoren konfrontiert. Karneval lebt von Überraschungen, Provokationen und Interventionen im öffentlichen Raum. Durch die Verpflichtung, jeden Aktion im Vorfeld bewilligen zu lassen, wird dem Karneval, laut Nindi, ein Großteil seiner Spontanität und ursprünglichen Intention beraubt.  Ein anschauliches Negativbeispiel liefert in seinen Augen der St. Patrick's Day in New York City, den er durch seine heutige Konformität als “boring unanarchy” bezeichnet.

 

5. Mit der Präsentation von Kamini Chauhon, Kunstlehrerin in Luton und Mitarbeiterin des UK Centre of Carnival Arts (UKCCA), beginnt die Thematisierung der Chancen einer Integration von Strassenkünsten/Karneval in Schulen und Universitäten. Karneval vereint vielfältige unterschiedliche Disziplinen.

Als Element im künstlerischen Lehrplan sei er daher bestens zur Vermittlung diverser Fähigkeiten geeignet: die handwerkliche und kreative Herstellung von Kostümen und Masken, Tanzperformances, die Beschäftigung mit unterschiedlichen Kulturen, Geschichte und vielem mehr. Im multikulturellen Luton nehmen zehn Schulen am traditionsreichen Karneval teil. Die Motivation der Schüler, der Mangel an finanziellen Mitteln und an Zeit innerhalb des schulischen Rahmens setzen allerdings viel Engagement von Seiten der Lehrer voraus.

Vor dem Hintergrund der anfallenden Mehrarbeit ist, laut Chauhon, oft ein hohes Maß an Überzeugungsarbeit gefragt.  Wenn Pädagogen, und insbesondere die Schulleitung, im Boot sind, eröffnet Karneval vielfache Gelegenheiten neuer Lernerfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten. Externe Künstler bereichern die Arbeit am Thema zusätzlich. Damit Kooperationen gelingen, bedarf es Offenheit von beiden Seiten. Um nicht in engen schulischen Strukturen zu verharren, bieten sich beispielsweise Unterrichtseinheiten in Künstlerateliers an.

 

Birgitte Bisgaard Nielsen betreut die Kooperation zwischen der Aalborger Universität und dem Aalborg Festival. Die dort entwickelten Formate reichen von künstlerischen Projekten, die die Gestaltung von Karnevalswagen und Kostümen zum Inhalt haben, bis hin zu Ansätzen, bei denen neue Lösungen für ressourcenschonende und effiziente Energiezufuhr realisiert werden. Meist werden Wettbewerbe in den unterschiedlichen Themenfeldern ausgeschrieben, die den Anreiz für studentische Teilnehmer zusätzlich erhöhen. Entscheidend ist für Bisgaard Nielsen insgesamt, dass die Zusammenarbeit einen wirklichen Nutzen für das Festival bietet und allen Beteiligten Spaß macht.

 

Astrid Jawara bringt im Rahmen ihrer Tätigkeit im soziokulturellen Zentrum Goldbekhaus in Hamburg Schulen und Künstler zusammen. Gemeinsam mit Bettina Eichblatt-Koenekoop von Oakleaf realisierte sie ein Projekt mit Schülern für das Hamburger STAMP Festival. Die 15 köpfige Gruppe beschäftigte sich einerseits mit der Gestaltung von Karnevalskostümen und andererseits mit artistischem Stelzenlauf. Neben der Konzentration auf ein inspirierendes Thema ist für Eichblatt-Koenekoop wichtig, dass Kinder etwas wirklich Neues, Kreatives entwickeln. Oft beschränken sich Kinder auf das Kopieren ihrer Fernsehhelden.

 

6. LUXe nennt sich das preisgekrönte Straßentheater von Mark Hill und Mandy Blinco aus Irland. Ihre Leidenschaft gilt detailverliebten Kostümen und illuminierten, aufblasbaren Skulpturen aus Ballonseide, die mit professionellen Künstlern, Tänzern und Musikern bei einzigartigen Spektakeln international präsentiert werden. Das Paar vereint technisches Know-how und künstlerische Kreativität. Fähigkeiten, die sie gern weitergeben: In Irland bietet LUXe diverse Workshops an.

 

7. Von anmutigen Blütenprinzessinnen bis zu verspielte Drachenreitern – dafür steht Stelzen-Art aus Bremen. Die Gründerin Janine Jaeggi und ihr Partner Martin Sasse stellen ein vielfältiges Repertoire an außergewöhnlichen Kostümkreationen und liebevoll gestalteten Stelzenfiguren auf die Beine. Der Bremer Karneval, den Janine Jaeggi als künstlerische Leiterin mit gründete und seit Jahren begleitet und gestaltet, wird mittlerweile mit mehr als 100 Künstler-Gruppen gefeiert. Am 29.02.2014 geht der Karneval mit dem Thema Heimat in die nächste Runde.  Und Stelzen-Art ist mit ihren kreativen Produktionen auch dabei.

8. Nachdem die Konferenzbesucher sich einen eigenen Eindruck des Piraten-Festwagens auf dem Außengelände der Louise Schroeder Schule machen konnten, berichteten die Festwagenbauer aus Aalborg/Dänemark über ihre Entstehungsgeschichte und Beweggründe. 
Die Begeisterung für Karneval und für gemeinsames Feiern motivierten die Macher eigene Wagen zu kreieren, und sie, beispielsweise mit integrierten Musikanlagen, immer weiter zu optimieren. Jedes Jahr widmen sie sich dabei einem neuen Motto.

 

9. Die kreative Arbeit von Oakleaf beschäftigt sich mit Hochstelzen: „der Bühne unter den eigenen Füßen“. Bettina Eichblatt-Koenekoop und ihr Mann Piet Koenekoop präsentierten ihre Lichtgestalten in illuminierten Kostümen, einen ferngesteuerten Schwan und ihr breites Spektrum von Karneval-Performances bis zu künstlerisch-pädagogischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Stelzenlauf, das Spiel mit den Dimensionen, ist Gleichgewichtsschulung par excellence und bietet einen beeindruckenden Perspektivwechsel für Akteure und Zuschauer. Neben den motorischen Herausforderungen stehen Kreativität und Abenteuer im Zentrum der Stelzenkunst von Oakleaf.

 

 

Performances

Durch die Vielzahl internationaler Künstler wurde die HiStArt KickOff Konferenz über die drei Tage immer wieder mit interessanten Performances bereichert.

Ungarische Musiker, die die Partner des HiStArt Projekts aus Nyirbator begleiteten, spielten ausgelassene, traditionelle Kompositionen, die an mittelalterliche Klänge erinnerten und einige der Konferenzteilnehmer motivierten das Tanzbein zu schwingen.

Damit nach Phasen des konzentrierten Austauschs, umfangreicher Präsentationen oder einfach nach dem Mittagessen wieder neue Energie für die nächsten Programmpunkte getankt werden konnte, half ein wenig Ausgleich durch Bewegung. Die Dänin Birgitte Bisgaard Nielsen forderte die Teilnehmer zu einer Zumba Tanzeinlage zu lateinamerikanischer Musik auf. Kreisende Hüften, viel Spaß und neue Energie waren das Ergebnis.

Von Feuertonnen und modernen Beats umrahmt, konnte man in dem rustikalen Festwagen der Projektpartner aus Aalborg/Dänemark auf dem Außengelände entspannen, plauschen oder die waghalsige Leiterkonstruktion besteigen und sich das Konferenzgeschehen von Oben ansehen.

Der Musiker Ian Beckles aus Luton gab eine karibische Steel Pan Performance zum Besten. Vor den begeisterten Teilnehmern spielte er Interpretationen bekannter Titel auf dem Nationalinstrument aus Trinidad und erzählte dazu von der künstlerischen und sozio-kulturellen Geschichte der Steel Pan.

Skurrile, phantasievolle Figuren tauchten bei der Maskenperformance der dänischen Gruppe Dunkelfolket nach und nach auf der Bühne auf. Schüchterne Wesen, draufgängerische Trolle und verspielte Kobolde interagierten erst nur miteinander und zogen schließlich auch das Publikum in ihren Kreis und legten, von den ungarischen Musikern begleitet, einen wilden Tanz aufs Parkett.

 

 

Workshops

Die Wirkungsfelder der Straßenkunst sind vielfältig. Um der Bandbreite an diskussionswürdigen Themen gerecht zu werden, teilten  sich die Konferenzteilnehmer nach Interessensbereichen in drei  Arbeitsgruppen auf. Die Gruppen diskutierten vorerst intern, um ihre Schwerpunkte und Anregungen anschließend dem Plenum vorzustellen.

Ein Gesprächskreis setzte sich mit dem Thema Weiterbildung auseinander. Die Teilnehmer stellten die Bedeutung der Vernetzung mit Schulen sowie der Schulen untereinander heraus. Neben persönlichen Treffen bei Workshops, kann der Einsatz von digitaler Kommunikation, wie Skype,  ebenso ein Mittel zur Vernetzung darstellen. Als einen wichtigen Aspekt in der Kooperation mit Schulen bewertete die Gruppe die Integration von Lehrern. Gleichzeitig sahen sie ein wichtiges Potential in der aktiven Einbindung der Schüler. Angeregte Diskussionen im Unterrichtskontext können ein Verständnis von Straßenkunst wecken und fördern.

In einer kleinen aber inhaltlich versierten Arbeitsgruppe wurde Fachwissen zum Thema Beleuchtung, Technik, Konstruktion ausgetauscht, dass  besonders im Hinblick auf Nachtparaden von großer Bedeutung ist. Als eine komplexe technische Herausforderung entpuppte sich der Einsatz von Batterien bei  Paraden. Die Gruppe schlug vor, sich in Masterclasses gezielt mit den technischen Problematiken und Themen wie Beleuchtung auseinanderzusetzen. Dem persönlichen und digitalen Austausch von Fachwissen und Information wurde hierbei eine zentrale Bedeutung beigemessen.

Die dritte Arbeitsgruppe zum Thema Straßenkunst, Straßentheater, Karneval war besonders gut besucht. Die Teilnehmer diskutierten die Verknüpfung von Straßentheater und Karneval und sprachen sich für den Versuch aus, vermehrt das Genre Theater in Straßenparaden zu integrieren. Weiterhin wurde die Idee aufgegriffen in Zukunft ein gemeinsames Thema für die Paraden der internationalen Partner zu entwickeln.

 

 

Nyirbator

11.-13. Juli 2014

 

Luton

16.-18. Oktober 2014

 

Aalborg

Finale Konferenz 17.|18. Juni 2015

 

 


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